



Unser Hauptanliegen besteht darin, den BesucherInnen die Zusammenhänge der landwirtschaftlichen Produktion und die Herkunft unserer Lebensmittel nahe zu bringen. Dabei soll nicht ein nostalgisches Bild vermittelt werden, vielmehr soll Landwirtschaft in der heutigen Zeit mit allen ihren Ausprägungen gezeigt und erlebbar gemacht werden.
Grundsätzlich gilt für alle Arbeiten, dass die SchülerInnen Eigenverantwortung übernehmen können und dass die Arbeiten so dimensioniert sind, dass sie abgeschlossen werden können und auf das jeweilige Alter der SchülerInnen abgestimmt sind. Das fördert das Selbstvertrauen, motiviert und hilft Ängste abzubauen.
Das Spektrum der Betätigungsfelder für die SchülerInnen ist sehr weit und umfasst die folgenden Bereiche:
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Halbtages- und Tagesveranstaltungen
Neben mehrtägigen Aufenthalten mit Übernachtung bieten wir auch Programme für kürzere Aufenthalte ohne Übernachtung.
Wir bieten neben mehrtägigen Aufenthalten mit Übernachtung auch Programme für Kurzaufenthalte:
Hofführungen, Halb- und Tagesveranstaltungen sowie Mehrtagesveranstaltungen ohne Übernachtung können Sie bei uns buchen.
Die angebotenen Themen sind z.T. auf die Jahreszeiten abgestimmt:
Zu jeder Jahreszeit steht natürlich die landwirtschaftliche Produktion mit den Themen Käseherstellung, Brot backen, Buttern, Einmachen usw. im Vordergrund. Die SchülerInnen können alle Produktionsschritte selbst erfahren und praktisch durchführen.

Die tägliche Versorgung der Tiere rahmt den Tag ein. Dazu kommen Arbeiten wie Misten, Einstreuen und andere Pflegearbeiten. Auch bei der Futterbergung im Sommer fassen die SchülerInnen mit an und helfen auf den Wiesen und dem Heuboden.


Wenn wir etwas ernten möchten, müssen die Kulturen gut gepflegt werden. Wir werden uns ein Stückchen Feld oder Garten vornehmen und mit den SchülerInnen Rüben und Kartoffeln hacken, säen, pflanzen, bewässern, Obstbäume und -büsche schneiden, Obst und Gemüse ernten, jäten und vieles andere mehr.


Unsere Kulturlandschaft ist durch den Einfluss der Landwirtschaft entstanden.
Wir werden auf unseren Flächen Maßnahmen der Landschaftspflege durchführen, wie Hecken anlegen und schneiden, geschützte Wiesen mähen und pflegen und Arbeiten an Gewässerufern durchführen.

Zur Hofarbeit gehören viele handwerkliche Arbeiten. Maschinen und Gerätschaften müssen repariert werden, hier fehlt vielleicht ein Besenstiel, dort ein Zinken des Heuwenders. Der Umgang mit Schraubenschlüssel, Zange und Hammer kann geübt werden.
Neben den Reparaturarbeiten widmen wir uns der Herstellung größerer und kleinerer Objekte. Zum Beispiel kann mit dem uralten Baustoff Lehm ein Lehmofen entstehen oder wir bauen nach alter Tradition eine Fachwerkwand mit Weidengeflecht und Lehmbewurf.
Außerdem können wir Reisigbesen, Nistkästen, Bienenkörbe und vieles andere herstellen.
Die Waldwirtschaft war immer eng mit der Landwirtschaft verbunden. Holz als Bau- und Werkstoff aber auch als Energiequelle steht im Zentrum unserer Aktivitäten.
Wie wird heute im Wald Holz eingeschlagen, wie weiterverarbeitet? Durch den Einsatz von Rückepferden kann eine Technik der Holzernte demonstriert werden, die heute nur noch vereinzelt angewendet wird.
Mit den SchülerInnenn werden je nach Jahreszeit unterschiedliche Lebensmittel konserviert. Das kann bedeuten, dass Marmelade eingekocht wird oder Gurken eingelegt werden. Es kann Wurst gekocht werden oder es werden Möhren und Kartoffeln eingekellert.

Wie schmeckt eigentlich die Milch, wenn sie gerade gemolken wurde, wie kann man sie veredeln?
Die Milch unserer Ziegen wird zu Butter, Joghurt, Quark und Käse verarbeitet. Die SchülerInnen nehmen an allen Schritten der Milchverarbeitung teil.
Sie erleben, wie wichtig dabei die Hygiene ist und dass Käse auch gepflegt werden muss, wenn er gelingen soll.
Die hergestellten Produkte sind Bestandteil der gemeinsamen Mahlzeiten.

Getreideprodukte stellen einen wesentlichen Teil unserer Ernährung dar, ebenso sind sie ein wichtiger Bestandteil des Viehfutters.
Die SchülerInnen mahlen Getreide zu Mehl und verbacken es zu Brot, Gebäck und Kuchen, stellen Flocken für das Müsli her und vieles andere mehr.

In unserer Küche werden aus allen Lebensmittel, mit denen die SchülerInnen im Laufe ihres Aufenthalts arbeiten und an deren Gewinnung sie beteiligt sind, die gemeinsamen Mahlzeiten zubereitet. Dabei hilft jeweils eine Gruppe der Kinder und Jugendlichen mit, um den Kreislauf der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur fertigen Mahlzeit zu schließen. Die Lebensmittel erfahren eine neue Wertschätzung durch die SchülerInnen, da sie mit einem hohen Arbeitsaufwand bewusst erzeugt wurden.
Gekocht wird nach den Grundsätzen der Vollwerternährung und möglichst mit einem hohen Anteil eigener Erzeugnisse.
Mir Hilfe von Medien wie Fotoapparat und Filmkamera können die täglichen Arbeiten dokumentiert werden. Die so gewonnenen Materialien können nach Beendigung des Aufenthalts mit nach Hause genommen und eventuell im Rahmen des Unterrichts weiter bearbeitet werden.
Zur Ausstattung des Schulbauernhofs gehört ein agrarökologisches Labor, mit dessen Hilfe Fragen zur Kompostqualität und Lebensmittelqualität untersucht werden können. Ebenso interessant ist die Erforschung des Bodenlebens und der Pflanzenwelt mit Mikroskop und Binokular.
Es werden Exkursionen zu Lebensmittel verarbeitenden Betrieben wie z.B. Mühlen, Bäckereien, Metzgereien, Mostereien, Direktvermarktern usw. durchgeführt, um die Wege der Lebensmittelerzeugung bis zum Ende verfolgen zu können.